Transformatorkerne sind das magnetische Rückgrat elektrischer Transformatoren. Sie bieten einen Pfad mit geringer Reluktanz für den magnetischen Fluss und ermöglichen so eine effiziente Energieübertragung zwischen Primär- und Sekundärwicklung. Ohne einen ordnungsgemäß ausgelegten Kern würde ein Transformator unter übermäßigen Energieverlusten, Überhitzung und schlechter Spannungsregelung leiden.
Die Hauptfunktion des Kerns besteht darin, den magnetischen Fluss zu konzentrieren und zu leiten, damit die elektromagnetische Induktion effizient erfolgen kann. Das Kerndesign wirkt sich direkt auf die Effizienz des Transformators, den Geräuschpegel, die Größe, die Kosten und die langfristige Zuverlässigkeit aus. Sowohl bei ölgefüllten als auch bei Trockentransformatoren spielt die Qualität des Kerns eine entscheidende Rolle für die Gesamtleistung.
Wenn Wechselstrom durch die Primärwicklung fließt, erzeugt er im Transformatorkern ein sich änderndes Magnetfeld. Dieses Magnetfeld induziert gemäß dem Faradayschen Gesetz der elektromagnetischen Induktion eine Spannung in der Sekundärwicklung. Der Kern sorgt dafür, dass der Großteil des in der Primärwicklung erzeugten magnetischen Flusses an die Sekundärwicklung gekoppelt wird.
Ein gut gestalteter Kern minimiert die magnetische Streuung und reduziert Kernverluste, zu denen Hystereseverluste und Wirbelstromverluste gehören. Diese Verluste wandeln elektrische Energie in Wärme um. Durch deren Reduzierung wird der Wirkungsgrad verbessert und die Lebensdauer des Transformators verlängert.
Transformatorkerne bestehen typischerweise aus ferromagnetischen Materialien, die eine hohe magnetische Permeabilität und geringe Kernverluste bieten. Zu den gängigsten Materialien gehören je nach Anwendung und Frequenzbereich Siliziumstahl, amorphes Metall und Ferrit.
Kornorientierter Siliziumstahl ist besonders beliebt bei Leistungs- und Trockentransformatoren, da er hervorragende magnetische Eigenschaften in einer bevorzugten Walzrichtung bietet und so Hystereseverluste reduziert.
Unter Kernverlusten versteht man Energieverluste, die unabhängig von der Belastung im Transformatorkern bei jeder Bestromung auftreten. Diese Verluste werden oft als Leerlaufverluste bezeichnet und sind ein Schlüsselfaktor bei Energieeffizienzvorschriften.
Ein Hystereseverlust tritt auf, wenn sich die magnetischen Domänen im Kernmaterial bei jedem Wechselstromzyklus neu ausrichten. Materialien mit engen Hystereseschleifen, wie kornorientierter Siliziumstahl und amorphes Metall, tragen dazu bei, diesen Verlust zu minimieren.
Wirbelströme sind zirkulierende Ströme, die im Kernmaterial induziert werden. Diese Ströme erzeugen Wärme und verschwenden Energie. Um Wirbelstromverluste zu reduzieren, werden Transformatorkerne aus dünnen, voneinander isolierten, laminierten Blechen hergestellt.
Transformatorkerne werden in mehreren Standardkonfigurationen hergestellt, die je nach Anwendung, Nennleistung und Platzbeschränkungen jeweils spezifische mechanische und elektrische Vorteile bieten.
Bei Kerntransformatoren umgeben die Wicklungen einen erheblichen Teil des Kerns. Der Magnetkreis besteht aus zwei vertikalen Schenkeln sowie oberen und unteren Jochen. Dieses Design wird häufig in Verteilungs- und Leistungstransformatoren verwendet.
Bei Manteltransformatoren sind die Wicklungen vom Kern umschlossen, was einen besseren mechanischen Schutz und einen geringeren Streufluss bietet. Dieses Design wird häufig in Anwendungen verwendet, die eine höhere Kurzschlussfestigkeit erfordern.
Ringkerne sind ringförmig und bieten eine hervorragende magnetische Kopplung mit sehr geringem Streufluss. Sie sind kompakt und effizient, aber schwieriger und kostspieliger zu wickeln.
Beim Aufbau eines Transformatorkerns werden dünne Bleche aus magnetischem Stahl gestapelt oder gewickelt. Diese Lamellen sind zur Reduzierung von Wirbelströmen isoliert und so zusammengesetzt, dass sie einen geschlossenen Magnetkreis bilden.
Präzises Schneiden, Stufenüberlappungsverbindungen und optimierte Stapelmuster werden üblicherweise verwendet, um Luftspalte zu reduzieren und den Magnetisierungsstrom zu minimieren. Eine hochwertige Konstruktion verbessert direkt die Effizienz und reduziert hörbare Geräusche.
Trockentransformatorkerne sind speziell für den Betrieb ohne Flüssigkeitsisolierung ausgelegt. Da die Kühlung durch Luft oder Zwangsbelüftung erfolgt, muss der Kern optimiert werden, um Verluste und Wärmeerzeugung zu reduzieren.
Bei Trockenkernen werden häufig hochwertiger kornorientierter Siliziumstahl oder amorphe Legierungen verwendet, um geringere Leerlaufverluste zu erzielen. Auch die mechanische Steifigkeit ist entscheidend, um Vibrationen und hörbares Brummen zu reduzieren.
| Material | Kernverlust | Kosten | Typische Verwendung |
| Kornorientierter Siliziumstahl | Niedrig | Mittel | Standard-Trockentransformatoren |
| Amorphes Metall | Sehr niedrig | Hoch | Energieeffiziente Designs |
| Ferrit | Niedrig at High Frequency | Niedrig | Elektronische Transformatoren |
Das Rauschen des Transformatorkerns wird hauptsächlich durch Magnetostriktion verursacht, d. h. die leichte Ausdehnung und Kontraktion des Kernmaterials bei Änderungen des Magnetfelds. Diese Vibration kann ein hörbares Brummen erzeugen.
Trockentransformatorkerne werden oft sorgfältig geklemmt und verklebt, um Vibrationen zu reduzieren. Fortschrittliche Kernverbindungskonstruktionen und hochwertiger Stahl tragen außerdem dazu bei, den Geräuschpegel in gewerblichen und privaten Anlagen zu minimieren.
Viele Länder setzen strenge Energieeffizienzstandards für Transformatoren durch, die sich direkt auf die Wahl des Kernmaterials und der Konstruktion auswirken. Geringere Kernverluste führen zu geringeren Betriebskosten und einer geringeren Umweltbelastung.
Die Auswahl eines hocheffizienten Transformatorkerns ist besonders wichtig für Trockentransformatoren, die in Gebäuden, Rechenzentren und Industrieanlagen im Dauerbetrieb eingesetzt werden.
Trockentransformatorkerne werden häufig in Anwendungen eingesetzt, bei denen Sicherheit, Sauberkeit und Feuerbeständigkeit von entscheidender Bedeutung sind. Dazu gehören Gewerbebauten, Krankenhäuser, Schulen und unterirdische Anlagen.
Ihre Kerne sind für den zuverlässigen Betrieb in Umgebungen ausgelegt, in denen ölgefüllte Transformatoren möglicherweise nicht geeignet sind. Daher sind Trockentransformatoren die bevorzugte Wahl für Innenräume und empfindliche Standorte.
Transformatorkerne erfordern im Allgemeinen nur minimale Wartung, eine ordnungsgemäße Installation und Umgebungskontrolle sind jedoch unerlässlich. Übermäßiger Staub, Feuchtigkeit oder Vibrationen können mit der Zeit die Kernleistung beeinträchtigen.
Regelmäßige Inspektionen, thermische Überwachung und Geräuschprüfungen können dazu beitragen, frühzeitig Anzeichen von Kernproblemen zu erkennen und so eine lange Lebensdauer und einen zuverlässigen Transformatorbetrieb sicherzustellen.
Bei der Auswahl des richtigen Transformatorkerns müssen Effizienz, Kosten, Größe und Anwendungsanforderungen in Einklang gebracht werden. Bei Trockentransformatoren sind besonders verlustarme Materialien und ein robuster mechanischer Aufbau wichtig.
Durch das Verständnis von Kerntypen, Materialien und Konstruktionsmethoden können Ingenieure und Käufer Transformatorkerne auswählen, die optimale Leistung, reduzierten Energieverbrauch und langfristige Zuverlässigkeit bieten.
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